@Tom (Redaktion "Stadtgespräche") .
. 02. Sep 2026
Ich wohne jetzt erst seit kurzem in Lütten Klein, nachdem mein Mann und ich dreißig Jahre in Berlin verbracht haben. Mein Mann ist in Schwerin aufgewachsen und wollte gerne wieder nach Mecklenburg. Ich kannte Rostock schon ganz gut, weil seine Zwillingsschwester in Lichtenhagen wohnte. Dorthin zogen wir 2005, nach dem Beginn unserer Rentenzeit, in die Mecklenburger Allee. Damals konnte man sich dort einfach eine Wohnung aussuchen und wir bekamen eine 3-Raumwohnung, neu saniert und mit Innen-Fahrstuhl im Haus.
2024 musste ich wegen einer Operation ins Krankenhaus, eigentlich nur für zwei Wochen. Aber es gab Komplikationen und ich musste immer wieder operiert werden. Nach der dritten Operation war ich querschnittsgelähmt. Ich konnte mich nicht länger um meinen pflegebedürftigen Mann kümmern, so dass er dauerhaft ins Pflegeheim musste. Und ich selbst musste umziehen: die Wohnung war für mich allein zu groß und außerdem nicht rollstuhlgerecht.
Nach vielem Hin und Her konnte ich dann in die Ahlbecker Straße ziehen, in eine der altersgerechten Wohnungen. Trotzdem mussten wir noch einiges umbauen und es ist noch ein bisschen eng, aber die Zimmer sind schön groß. Nur auf den Balkon komme ich nicht, die Fenstertür ist zu schmal. Ich hoffe, dass ich eines Tages wieder laufen kann, um auch mal auf den Balkon zu können.
Ich kannte Lütten Klein aber schon vor meinem Umzug hierher. Ich war früher oft zum Einkaufen dort, das ging von Lichtenhagen aus ganz schnell. Hier ist es ein bisschen anders, aber die Straßenbahn fährt direkt hinter unserem Haus ab. Leider hat sich hier vieles sehr verändert.
Die anderen Leute bei mir im Haus bekomme ich eigentlich nie zu Gesicht. Viele von ihnen sind wohl schon älter. Doch, einmal gab es Kontakt. Da war unsere Katze verschwunden und eine Frau kam vorbei, um sie zurückzubringen. Sie wusste, wohin die Katze gehört, weil mein Sohn manchmal mit ihr auf dem Flur spazieren geht.





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