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Frau H., Jahrgang 1967, zog 2018 nach Lütten Klein
@Tom (Redaktion "Stadtgespräche") . . 02. Sep 2026

Die ersten sechs Jahre meines Lebens verbrachte ich in Reutershagen, danach zog meine Familie nach Evershagen. Als ich erwachsen wurde, zog ich erstmal in die Welt, um dann nach Evershagen zurückzukehren. Dort wohnte ich mit meiner Schwester zusammen, anschließend eine Zeit lang in Lichtenhagen, mit meinem damaligen Mann. Nach unserer Trennung zog ich in die erste Wohnung, die ich bekommen konnte. Für die Wohnungssuche musste ich meine Wunschstadtteile angeben und wählte Evershagen, Reutershagen, Lütten Klein und Lichtenhagen. Ich wollte nicht nach Schmarl oder Groß Klein, weil dort die Verkehrsanbindung nicht so gut ist. Lütten Klein war nicht unbedingt mein Favorit, aber dort, wo ich jetzt wohne, habe ich hervorragende Einkaufsmöglichkeiten: Edeka, den Baumarkt und den Mixmarkt, wo vorher Norma war. Außerdem kenne ich mich hier einfach aus, weil ich hier aufgewachsen bin.

Seit meinem Umzug nach Lütten Klein wohne ich im Hochhaus. Das ist super, weil ich auch einen Fahrstuhl habe. Allerdings gibt es leider keinen Balkon, das fehlt mir schon. Der Zuschnitt der Wohnung gefällt mir auch nicht so gut. Küche und Bad sind sehr klein, und ich habe zwar einen großen Abstellraum, aber keinen Keller. Aber meine Wohnungsgenossenschaft ist toll, die haben schon echt viel am Haus gemacht, seit ich hier eingezogen bin: die Beleuchtung verbessert, neues Laminat in den Fluren verlegt. Außerdem ist die Wohnung einigermaßen altersgerecht, durch meine Arbeit in der Pflege weiß ich, worauf man da achten muss, auch für später.

Das mit der guten Anbindung an Bahn und S-Bahn ist mir vor allem deshalb wichtig, weil ich viel mit dem Deutschlandticket herumreise. Meistens bin ich in Mecklenburg unterwegs. Dort suche ich mir ein Ziel aus und gehe dann da wandern. Aber eigentlich würde ich gern nochmal umziehen, in die Südstadt, um näher am Hauptbahnhof zu wohnen. So könnte ich meine Reisen noch entspannter starten.

Wenn ich zuhause bin, gehe ich oft auf den Sportplatz an der Schule, vor allem im Sommer – zum Sportmachen oder Laufen – das ist ideal, weil es so kein Geld kostet. Man kann den Platz öffentlich nutzen, von 6 bis 22 Uhr glaube ich. Wieviel ich dann laufe, hängt von meiner Tagesform ab. Manchmal schaffe ich eine Runde, manchmal aber auch fünf. Außerdem versuche ich, dort Liegestütze und andere Übungen zu machen. Es gibt sogar eine Tafel mit Empfehlungen für jedes Sportgerät, von denen ich viele für mich geeignet finde. Gut finde ich auch diese Klangsachen und Sportgeräte für Erwachsene auf dem Spielplatz Stockholmer Straße.

Schade, dass die Gehwege in so einem schlechten Zustand sind und somit noch eine Unfallquelle für alle Bewohner darstellen. Dadurch trägt das Hilfsmittel Rollator noch zur Sturzgefahr bei und ist schwerer zu handhaben.

Was ich wirklich vermisse, ist das Fischerdorf, wie es früher war. Da gab es diese Hütten mit Verkaufsbuden, eine Minigolfbahn und einiges mehr. Ich würde mir sehr wünschen, dass das Fischerdorf wieder belebt wird: mit Veranstaltungen und auch mit Toiletten und ohne, dass jeder seinen Müll irgendwo hinschmeißt. Es sollte wieder so ein geselliger Punkt werden. Zurzeit hat man praktisch nur den kleinen See, der ist schnell umrundet. Dort stehen auch ein paar Bänke. Viele grillen auf der Wiese, aber ich weiß eben auch, dass viele die Kioske sehr vermissen. Wenn hier wieder Häuschen und Buden stünden und es einen Spielplatz für Kinder gäbe, könnten die Kinder dort spielen, während Mutti einen Kaffee trinkt, Kuchen oder Eis isst. Die Älteren können auch nicht so weit gehen, da wäre so ein Ort ganz in der Nähe sehr schön. Das ist was für Groß und Klein.

Also insgesamt gefällt mir Lütten Klein schon gut. Wenn meine Reisen nicht wären, dann würde ich hierbleiben wollen.


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