@Tom (Redaktion "Stadtgespräche") .
. 02. Sep 2026
Meine erste Erinnerung an Lütten Klein ist der Brunnen-Spielplatz neben dem großen blauen Haus. Und ich erinnere mich noch gut daran, dass ich viel mit meiner Freundin Clara gespielt habe. Sie war lange meine einzige Freundin und wohnte ganz in der Nähe. Wir sind oft gemeinsam auf den Spielplatz gegangen, haben uns manchmal aber auch gegenseitig besucht.
Als ich dann zur Schule kam, war ich oft mit Freunden auf diesem Spielplatz mit der steilen Rutsche. Dort haben wir gespielt, aber oft auch Mist gebaut. Ich erinnere mich noch, dass wir die Rutsche mit Glitzersteinen beklebt haben – wenn Erwachsene kamen, mussten wir sie schnell wieder abmachen. Wir haben uns dort auch ein Geheimversteck gebaut, mit einem Eingang aus Ästen und einer Einrichtung aus Dingen, die irgendwo herumstanden. Dort haben wir uns dann oft getroffen. Inzwischen gibt es das Versteck nicht mehr: die Tür wurde von anderen kaputtgemacht, die Sträucher so zurückgeschnitten, dass man von außen hineinsehen kann. Aber es gibt trotzdem hier und da noch Ecken, an denen man sich solche Orte bauen und sich dort treffen kann.
Ich mag an Lütten Klein, dass es hier so viel so viel ruhiger ist als in der Stadt. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Dorf, auch weil man gefühlt jeden kennt, zumindest vom Sehen. Und wenn etwas passiert, weiß man meistens schon, wer es war. Was mich aber wirklich stört, ist der viele Müll, der hier herumliegt. Wir als Kinder können noch wenig dagegen machen, aber wenn ich älter bin, möchte Leute dazu aufrufen, gemeinsam die Spielplätze ordentlicher zu halten. Vielleicht brauchen wir aber auch Geldstrafen für Leute, die ihren Müll wegwerfen oder unerlaubt eine Wand besprayen.
Silvester ist das mit dem Müll besonders schlimm. Aber auch sonst mag ich Silvester nicht besonders: Da stehen viele Feuerwerkbatterien nebeneinander in einer Reihe und alle werden gleichzeitig angezündet. Man sieht gar nicht mehr den Himmel, nur noch dieses Feuerwerk und überall Rauch.
Dort wo jetzt der Blumenladen ist, neben dem Penny, war früher ein Kiosk. Dort war ich damals wirklich jeden Tag, immer direkt nach der Schule, und habe mir so einen Wunderlutscher geholt. Inzwischen ist der Kiosk umgezogen, am neuen Standort gibt es keine Wunderlutscher mehr. Die vermisse ich richtig. Aber inzwischen gehe ich auch auf eine andere Schule, da läge der Kiosk nicht mehr auf dem Weg.





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