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Kyra, Jahrgang 2003, wohnt seit ihrer Geburt in Lütten Klein
@Tom (Redaktion "Stadtgespräche") . . 02. Sep 2026

Ich bin in der Turkuer Straße aufgewachsen. Zu meinen ersten Erinnerungen gehören der Spielplatz in der Stockholmer Straße, auf dem wir als Kinder viel Zeit verbrachten und das Stadtteilfest auf dem Boulevard.

Meine Kita-Zeit verbrachte ich im „Sonnenkinderhaus“. Aus dieser Zeit sind mir vor allem der Fasching und die Zeit mit meiner Erzieherin auf dem Hof in Erinnerung geblieben. Diese Erzieherin war für mich so etwas wie eine zweite Mutter. Wir hatten eine ganz enge Bindung.

Später besuchte ich dann die Grundschule „Lütt Matten“ und verbrachte meine Nachmittage im Mehrgenerationenhaus, von der ersten Klasse an. Hier habe ich meine engsten Freundinnen kennengelernt, wir waren jeden Tag zusammen. Annett [Berger, vom INVIA-Team, Anmerkung der Redaktion] hat mir durch viele schwere Zeiten geholfen. Sie ist ein sehr, sehr, sehr guter Mensch mit einem Riesenherzen und ich habe sie unglaublich lieb. Auch Katrin und Manuela waren sehr wichtig für mich und halfen mir, wenn es für mich schwer war. Im Grunde habe ich meine komplette Kindheit und Jugend hier verbracht. Nur als Jugendliche haben wir uns ab und an auch auf dem Sportplatz getroffen.

Außerdem war ich viele Jahre Mitglied des Kinderortsbeirates, das hat mich sehr geprägt, als soziale Erfahrung. Wir haben dort bei der Organisation des Stadtteilfestes geholfen, aber auch regelmäßig gemeinsam den Spielplatz aufgeräumt und dort jeden Mittwoch Kuchen verteilt. Und natürlich auch ab und an mal Blödsinn gemacht, aber nur so harmlose Sachen: die Schaukeln überdreht oder was angemalt.

Mein FSJ habe ich im Pflegeheim hier in Lütten Klein gemacht und dann auch meine Ausbildung als Altenpflegerin. Inzwischen arbeite ich seit sechs Jahren dort und habe dort auch meinen Partner, den Vater meiner Tochter, kennengelernt. Momentan bin ich in Elternzeit, danach gehe ich wieder dorthin zurück.

Alles Wichtige in meinem Leben ist hier in Lütten Klein passiert. Hier bin ich aufgewachsen, das ist mein Stadtteil, den ich kenne wie meine Westentasche. Hier gibt es alles, was man braucht: das Gesundheitszentrum mit den Ärzten, Penny, Edeka, Lidl und Netto zum Einkaufen. Meine Mutter wohnt ebenfalls hier. Auch sie ist schon in Lütten Klein aufgewachsen so wie mein Bruder, meine Schwägerin, meine Nichten und mein Onkel. Wenn ich über den Boulevard gehe, kenne ich viele, das ist ein bisschen wie auf dem Dorf. Ich weiß immer, zu wem ich gehen kann. Und ich möchte hierbleiben, auf jeden Fall.

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